Namibia - 2013


Zeitraum: 25. März bis 09. April

(Mit Infos zum Streckenverlauf und Unterkünften)


  • Einleitung und Vorbereitung:

Im September 2012 buchen wir spontan über Expedia.de einen Flug für die Osterferien 2013 nach Windhoek. Namibia steht schon lange auf der Liste unserer Reiseziele und jetzt gehen wir es an. Wir bestellen auch gleich zwei Reiseführer (Iwanowski`s / Dumont) und wir haben jetzt genug Zeit, die Reise zu planen. 

Im Dezember treffen wir uns mit Max, der schon dreimal in Namibia war und uns viele Tips gibt. Weitere Infos lesen wir im Namibia-Forum.ch sowie bei thomasrichter.de nach. Inzwischen haben wir auch einen „Nissan 4x4 Doppelkabiner“, voll ausgerüstet mit Dachzelt, Campingausrüstung und SAT-Telefon bei „Camping Car Hire“ gebucht. 

Inzwischen ist es Januar 2013, wir haben uns entschieden unsere eigenen Schlafsäcke „McKinley Muminen-Schlafsack-X-Treme Light 1000“ mitzunehmen und Reisetaschen „The North Face Base Camp Duffle L yellow“ gekauft. Drei Unterkünfte im Etosha Nationalpark haben wir über „Travelchannel.de“ gebucht, die restlichen Unterkünfte wollen wir vor Ort organisieren. Auch der internationale Führerschein ist beantragt, was sich als überflüssig herausstellt, da wir nur unseren nationalen vorzeigen müssen.

Am 14. Januar bekommen wir die Nachricht, dass unser Flug mit Air Namibia am Sonntag gestrichen wurde. Schade, wir können erst am Montag fliegen und haben somit einen Tag weniger Zeit. Mit „Camping Car Hire“ gibt es keine Probleme, sie buchen unseren Camper problemlos um.

Wie meist bei Abflug von Frankfurt, werden wir im „Steigenberger Hotel Frankfurt Langen“ übernachten und haben schon mal unser Raucherzimmer reserviert.


  • Donnerstag, 21. März 2013

Nur noch 4 Tage, dann geht`s los. Wir haben inzwischen noch diverse Klamotten, wie z.B. Zip Hose, Blusen, sowie Stirnlampen und Kaffeebecher von Bodum gekauft. Man will ja richtig ausgestattet sein. Eine Packliste ist auch erstellt und obwohl ich es nicht geglaubt habe, passt alles locker in die Tasche und wiegt gerade mal 10 Kilo.


  • Sonntag, 24. März 2013

Wir starten am Nachmittag Richtung Frankfurt und lassen es uns im Hotel „Steigenberger“ gut gehen.


  • Montag, 25. März 2013

Nach einem gemütlichen Frühstück checken wir online ein und lesen am Zimmer in unseren Reiseführern, bevor uns um 15:00 Uhr der Shuttle Bus vom Hotel zum Flughafen bringt.

Das Einchecken ist problemlos und somit starten wir um 19:30 Uhr Richtung Namibia.


  • Dienstag, 26. März 2013

Nach dem ca. 9,5 stündigen Flug, landen wir um 06:00 Uhr auf dem Flughafen "Hosea Kutako" in Windhoek, wechseln gleich mal je 2000 NAD an einem Bankautomaten, während „Simon“ von „Camping Car Hire“ auf uns wartet, um uns zur Autovermietung ins ca. 50 Kilometer entfernte Windhoek zu bringen.
Die Fahrzeugübernahme dauert knapp 2 Stunden und verläuft problemlos. „Simon“ erklärt uns das Aufbauen des Dachzeltes und die Technik des Fahrzeuges sehr genau, und obwohl dies auf Englisch abläuft, haben wir alles verstanden. Im nahe gelegenen „Spar Supermarkt“ kaufen wir unseren Proviant für die nächsten Tage. Es gibt hier wirklich alles, was man benötigt und in unserem „Kühlschrank“ ist erstaunlicherweise ausreichend Platz für Bier, Fanta, Wein, Eier, Brot, Gemüse, Fleisch, Käse, Wurst, Marmelade, Margarine, etc.
Um 11:30 Uhr sind wir dann auf der C 26 Richtung Gamsbergpass unterwegs. Es ist schon etwas seltsam für Namibia-Neulinge auf diesen „Pads“ zu fahren, aber Thomas hat auch mit dem Linksverkehr keine Probleme. 

Hakos Gästefarm

Hakos Gästefarm

Unsere erste Unterkunft, die „Hakos Gästefarm“ erreichen wir nach 140 km um
14:00 Uhr. Wir bekommen problemlos ein Zimmer, da wir die einzigen Gäste sind. Jetzt packen wir erstmal um, richten unser Auto ein und dann gibt`s Kaffee bei Waltraud, der Besitzerin der Gästefarm.
Nach einem 90 minütigen „Spaziergang“ auf dem Farmgelände mit schönem Blick auf den Sonnenuntergang und einigen scheuen Zebras, genießen wir ein leckeres Dinner mit Waltraud. Ich esse zum ersten mal Oryx und es schmeckt sehr gut.



  • Mittwoch, 27. März 2013

Nach einem reichhaltigen Frühstück fahren wir um 09:15 Uhr weiter auf der C26, kommen an den Unterkünften Rooisland, Rooiclip und Corona vorbei, sehen unsere erste Antilope und ein Oryx läuft etwas panisch vor uns auf der Pad. Um 10:45 Uhr fahren wir auf der C14 weiter nach Walvis Bay.
Wir machen einen Fotostop an der Kuiseb Bridge, essen einen kleinen Snack aus unserer Kühlbox und erreichen um
13:00 Uhr eine geteerte Straße. Im „Cafe Lagune“ in Walvis Bay trinken wir einen Kaffee, halten uns jedoch nicht lange auf, da es direkt am Atlantik recht windig und kühl ist. Auf dem Weg nach Swakopmund müssen wir dann natürlich die beeindruckenden Dünen fotografieren.
Auch in Swakopmund bleiben wir nur kurz für einige Fotos. Wir sind noch nicht so richtig „angekommen“ in Namibia und fühlen uns noch ein bisschen unsicher. So kommt es auch, dass ich einer Frau, die innerhalb einer Initiative für Arbeitslose auf parkende Autos aufpasst, 10 NAD gebe, obwohl 1 - 2 NAD üblich sind - sie hat sich aber auch sehr, sehr bedankt. 

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Buck`s Camping Lodge

Um 16:30 Uhr sind wir in Henties Bay. Hier schlagen wir unser Dachzelt zum ersten mal auf „Buck`s Camping Lodge“ auf.
Wir kaufen für 30 NAD Feuerholz und nachdem ich noch etwas Trinkgeld d`rauf lege, gibt es so nebenbei auch noch Grillanzünder dazu. 
Der Campingplatz liegt zwar nicht idyllisch, ist aber äußerst sauber und zweckmäßig. Jeder Stellplatz hat seine eigene Dusche plus WC und eine eigene Spülmöglichkeit. Unser Dinner besteht heute aus Rindersteaks vom Grill, Folienkartoffeln und Salat. Dazu einige Bierchen und Wein, somit schlafen wir die erste Nacht im Dachzelt richtig gut.



  • Donnerstag, 28. März 2013

Wir sind schon um 07:00 Uhr wach und nach dem „Camper Frühstück“ geht es weiter. Erst werden wir aber noch Tanken, da es auf unseren nächsten Etappen nicht an jeder Ecke eine Möglichkeit dazu gibt. Das Tanken mit unserem Camper dauert ewig, da er zwei Tanks hat. Wir wechseln auch gleich noch Geld, denn an Tankstellen kann man in der Regel nicht mit Kreditkarten bezahlen. Um 10:00 Uhr fahren wir Richtung Brandberg. Es ist einfach gigantisch, ewig zu fahren und fast keinem Menschen, Autos, etc. zu begegnen.
Um 12:00 Uhr sind wir dann in „Uis“ und füllen hier gleich noch mal unser Getränke-Depot auf. Vor dem Supermarkt werden wir von mehreren Einheimischen angesprochen, die uns Steine verkaufen wollen, Münzen tauschen möchten und auch gerne Geld für das Aufpassen auf das Auto hätten. Wir lassen uns auf eine kurze Diskussion ein, was zur Folge hat, dass wir halt doch einige Steine kaufen, damit wir wieder unsere Ruhe haben. Wir wollen dann nur noch weg und fühlen uns in der Einsamkeit wieder sehr wohl.
Am Straßenrand verkaufen Herero- und Himbafrauen Sachen, aber wir halten nicht an, da wir meinen, das könnten wir auch noch später (falsche Entscheidung, denn später hatten wir keine  Gelegenheit mehr dazu).
Um 12:40 Uhr sehe ich das erste Straßenschild mit einem Elefanten, aber es dauert noch bis 16:00 Uhr, dann sind sie da! Ca. 30 km vor der „Palmwag Lodge“, unsere ersten Wüstenelefanten - wir sind beeindruckt!
Die „Palmwag Lodge“ erreichen wir um 17:00 Uhr. Es ist eine sehr schöne Lodge mit eigener Wasserstelle. Leider zu dieser Zeit ohne Wasser und ohne Tiere. Auch hier sind wir die einzigen Gäste in der Lodge, nur einige Stellplätze am Campingplatz sind belegt. 

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Reifenreparatur

Als der Manager uns das Zimmer zeigt, macht er uns darauf aufmerksam, dass wir einen Platten am hinteren Reifen haben. Hoppla, wir hatten gar nichts bemerkt. Wir bekommen sofort Hilfe von einem Angestellten, der den Reifen wechselt und den defekten Reifen am nächsten Morgen repariert. Und das alles für 95 NAD. Was haben wir für ein Glück! Somit können wir den Sonnenuntergang mit einem Bierchen auf der Terrasse genießen. Um 19:30 Uhr gehen wir zum Dinner. Es gibt eine leckere Broccoli Suppe und wir können aus der Karte das Hauptgericht wählen. Wem danach ist, der könnte hier auch „Jägerschnitzel“ essen.


  • Freitag, 29.März 2013

Während unser Reifen repariert wird, gehen wir schon mal auf der Terrasse mit herrlichem Ausblick frühstücken. „Fritz“ von der „Palmwag Lodge“ reserviert für uns ein Chalet in der „Omarango Lodge“ an den Epupa Falls und gibt uns den Tip, nicht in Sesfontein sondern im „Camp Aussicht“ zur übernachten, da sich dann die Strecke bis zu den Epupa Falls besser aufteilt. Da er auch erzählt, dass es zwecks dem Osterfeiertag nicht sicher ist, überall Sprit zu bekommen, tanken wir gleich noch auf und fahren dann los. Auf dem Weg nach Sesfontein sehen wir immer wieder Springböcke, den ersten Oryx und die erste Giraffe - Herrlich!!!
Vor Sesfontein werden wir von der Polizei angehalten und kontrolliert. Sie wollen den Führerschein sehen und möchten wissen, wo wir herkommen und wohin wir wollen. In Sesfontein machen wir um 13:00 Uhr einen Kaffeestop im Fort Sesfontein und kaufen in einem kleinen Shop Getränke. Ich gebe zwei Mädels, die an der Kasse anstehen je einen Lutscher aus und vor dem Shop spricht uns eine sehr junge Frau mit einem Baby an. Da wir nicht kapieren, was sie möchte, gebe ich ihr unsere Packung Schokokekse ab. In diesem Ort sieht man die Armut dieser Menschen hautnah.
Auf einem sehr „holprigen“ Pad geht es weiter, bis wir zur Abzweigung „Camp Aussicht“ kommen. Jetzt wird es interessant! Für die 5 km zum Teil steil ansteigender Auffahrt benötigen wir mindestens 25 Minuten. Der Besitzer scheint ein kleiner Witzbold zu sein, denn am Wegrand hat er immer wieder Schilder mit witzigen Bemerkungen aufgestellt: „NO LIMIT“, „SUCHE FRAU“ „Don`t feed the Elefants“ etc. Endlich um 15:30 Uhr angekommen, begrüßt er uns freundlich und zeigt uns den Weg zu den Stellplätzen. 

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Camp Aussicht

Wir sind wieder einmal die einzigen Gäste. Der Campingplatz ist sehr „rustikal“ mit Plumpsklo, und die Dusche besteht aus zwei aufgehängten Eimern. Aber alles ist sehr nett gestaltet. Nun erst mal ein Bierchen. Oh nein, es beginnt zu regnen! Da unsere Milch in der Kühlbox ausgelaufen ist, heißt es erst mal alles ausräumen, reinigen und neu einsortieren. Dann warten wir im Auto bis der Regen aufhört.
Um 17:10 Uhr hört der Regen auf und wir machen mit „Marius“ eine Mineralienexkursion. Er erklärt uns verschiedene Mineralien und führt uns in seinen Stollen, in dem es vor Fledermäusen wimmelt. Auf die Frage, welche Tiere es hier oben gibt, meint er, dass wir höchstens mit Hyänen und Leoparden rechnen müssten, aber die wären sehr scheu!!! 
Wir klettern noch einen Hügel weiter nach oben und betrachten hier von einem Aussichtsturm die tolle Landschaft. Zum Abendessen begnügen wir uns mit Brot, Käse, Wurst, Tomaten, Paprika und Gurken, da ein Gewitter in der Nähe ist. Wir verkriechen uns auch bald in unser Dachzelt und sind froh, dass es in der Nacht nur ab und zu regnet, das Gewitter aber vorbeigezogen ist.


  • Samstag, 30.März 2013

Wir sind schon um 06:00 Uhr auf und Thomas geht unter die „Eimer Dusche“. Da es eh nicht besonders warm ist, begnüge ich mich mit einer „Katzenwäsche“. Nach einem Frühstück mit Eier und Speck fahren wir um 09:00 Uhr weiter.
Am Straßenrand sehen wir viele Strauße und sind um 11:00 Uhr in Opuwo. Während wir tanken, geht ein gewaltiger Regenguss nieder, aber als wir dann am Ende des Ortes ankommen ist wieder alles trocken. Opuwo ist ein recht „quirliger“ Ort, man sieht hier auch traditionell gekleidete Hereros und Himbas. 

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Epupa Falls

Nun geht es weiter auf einer Pad Richtung Epupa Falls, an der Grenze zu Angola gelegen. Wir haben Glück, es ist kaum Wasser in den zahlreichen Riviers und somit sind wir um 15:00 Uhr an den „Epupa Falls“. Wir haben den Bungalow Nr. 2 in der „Omarunga Lodge“, direkt am Kunene River - einfach traumhaft! So hatten wir uns es vorgestellt! Nach einem Kaffee mit Gebäck laufen wir die 200m zu den Wasserfällen. Hier verbringen wir die Zeit mit Fotografieren und „Landschaft genießen“. Anschließend sitzen wir bei einem Bierchen und Wein auf unserer Terrasse, direkt am Kunene River und lassen die Sonnenuntergangsstimmung auf uns wirken. Das Dinner als Buffet schmeckt sehr gut, und auch das Kudu Schnitzel ist o.k.! Uns zieht es dann gleich wieder auf unsere Terrasse und hier lassen wir den Tag ausklingen.


  • Sonntag, 31. März 2013

Um 09:00 Uhr müssen wir leider weiter, und wollen in Opuwo die nächste Nacht verbringen. An der Strecke steht ein Himba Mädchen mit einem bunt bepacktem Esel. Da sie aber nicht die Hand aufhält, wie die anderen, fragen wir ob wir fotografieren dürfen und geben ihr dann ein paar NAD.  
In Opuwo angekommen, tanken wir noch einmal auf, da wir uns entschieden haben bis Kamanjab weiter zu fahren. Opuwo lädt nicht wirklich zum Übernachten ein. Thomas schenkt dem Tankwart und einem anderen Einheimischen noch Schlüsselbänder und ein Taschenmesser und es geht auf einer geteerten Straße weiter. Als wir an der Westseite des Etosha Nationalparkes entlang fahren sehen wir eine größere Herde Zebras und ein Herde Oryx. Das steigert unsere Vorfreude auf den Etosha. 

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Kamanjab Camp

Um 16:00 Uhr sind wir in Kamanjab und übernachten im „Kamanjab Camp“ bei Bettina und Rolf. Bettina kam vor Jahren als deutsche Austauschlehrerin nach Namibia, ist hier hängengeblieben und hat es nicht bereut. Die Stellplätze sind sehr großzügig, unter Mopane Bäumen, es ist alles sehr sauber und es gibt einen kleinen Pool, den wir allerdings nicht benötigen, da es windig und deshalb nicht zu heiß ist. Die Sanitäranlagen sind super sauber und Rolf feuert gleich mal den „Donkey“ (Heizofen) an, damit wir warmes Wasser zum Duschen und Abspülen haben. Auch hier gibt es außer uns nur noch zwei weitere Camper. Wir richten uns ein, machen Feuer, trinken ein Bierchen und Thomas macht sich an`s Brot backen. Unser Abendessen besteht aus Nudeln mit Chili Soße, aber bis das Nudelwasser auf dem Campingkocher kocht vergeht eine Ewigkeit. Macht aber nichts , denn wir haben ja Zeit. Wir beobachten die Vögel und relaxen in der Natur Afrika`s. So kann man es aushalten. Man vergisst den ganzen Stress zu Hause - optimal! Um 19:00 Uhr sind die Nudeln so gut wie fertig und das Brot schaut auch gut aus. Wir merken erst später, dass es innen noch nicht ganz durch ist, was uns aber nicht stört, zum Wein schmeckt es trotzdem gut.


  • Montag, 01. April 2013

Die Vögel wecken uns um 06:45 Uhr und nach einem etwas kargen Frühstück (Kaffee u. Brot mit Marmelade), fahren wir los. Jetzt noch tanken und Getränke, Toastbrot und Kaiserfleisch im Supermarkt kaufen, dann geht`s Richtung Outjo. In diesem netten, sauberen Ort gibt es dann um 12:30 Uhr das zweite Frühstück im „Farmhouse Beergarden“. Wir wechseln noch mal Geld und fahren bis kurz vor den Etosha in das „Etosha Safari Camp“. Hier werden wir mit einem Getränk begrüßt und bekommen den Bungalow 23. Es ist ein sehr schöner, großzügiger Bungalow mit einem Elefanten (gemalt) als Dusche und Klimaanlage. Zum Abfrischen gehen wir um 15:30 Uhr an den Pool, ich mache eine kleine Fototour im Camp, aber um 17:00 Uhr ziehen wir uns an unseren  Bungalow zurück, da einige Bussafari Touristen an den Pool kommen und diese Gespräche muss man sich nicht unbedingt mit anhören. Das ist auch der Grund weshalb wir das Dinner ziemlich zügig zu uns nehmen. Es gibt Buffet und ich probiere heut Oryx in Soße, aber anstatt des Desserts genehmigen wir uns lieber ein Glas Wein in Ruhe auf unserer Terrasse vor dem Bungalow.


  • Dienstag, 02. April 2013

Wir gehen um 08:15 Uhr zum Frühstück und welch ein Glück, die Bustouristen sind schon alle unterwegs. Es ist 09:25 Uhr und wir sind am Eingang zum Etosha NP, dem Anderson Gate angekommen.
Nach den Epupa Falls wartet unser zweites Highlight auf uns: Drei Tage Etosha Nationalpark! Am Gate füllt man nur ein Formular aus, bezahlen muss man dann in Okaukuejo. 

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Okaukuejo

Wir fahren gleich mal zum „Ombika Waterhole“ und sehen beim Fahren Springböcke, Zebras und Gnus. Um 10:20 Uhr checken wir ein. Man muss hier, wie auch in den anderen Lodges, 500 NAD Deposit in Bargeld hinterlegen, bekommt dies dann aber beim Auschecken zurück. Unser Bush Chalet Nr. 79 ist erst um 13:00 Uhr fertig und so geht`s zum „Okondeka Waterhole“. Wir sehen Gnus, Oryx, Zebras, Springböcke und Strauße auf dem Weg und beobachten eine Zeit lang nette Borstenhörnchen am Wegrand. Am Waterhole selber sind keine Tiere. Um 13:00 Uhr beziehen wir unser Chalet. Auch hier ist alles großzügig, es gibt einen Kühlschrank, Spüle, Wasserkocher, Klimaanlage und es ist sehr nett eingerichtet. Ein“Waterhole Chalet“ kann man sich meiner Meinung nach sparen, da hier jeder vorbeilaufen muss, der zum Waterhole möchte. Die „Premium Waterhole Chalets“ haben allerdings im oberen Stockwerk ein Zimmer mit Balkon,  von dem man eine gute Aussicht hat. Sie kosten allerdings einiges mehr. Ob man das haben muss?
Wir stärken uns mit Toastbrot, Schinken, Käse und Kaffee und machen uns auf den Weg zu den Waterholes „Aus“, „Olifantsbad“ und „Gemsbokvlakte“. An den Waterholes sehen wir keine Tiere, aber unterwegs können wir gleich neben dem Auto eine Giraffenherde und Impalas beobachten. Wieso sollen die Tiere auch an die Waterholes, wo doch in jeder Vertiefung im und am Weg etwas Wasser zu finden ist. Am „Okaukujeo Waterhole“ genießen wir bei einem Bierchen den Sonnenuntergang, sehen einige Schakale, Impalas, viele Perlhühner und später kommt auch noch eine Zebra Herde. Jeder verhält sich hier sehr diszipliniert und äußerst leise.
Um 19:30 Uhr gibt es Buffet und heute versuche ich Eland Antilope (sehr zart). Zur Unterhaltung tritt eine Schulklasse mit einigen Liedern und Tänzen auf. Später schauen wir noch einmal beim Waterhole vorbei und es lohnt sich. Es kommen 4 Nashörner, die wir beobachten und dabei die Zeit vergessen - es ist sehr beeindruckend!


  • Mittwoch, 03. April 2013

Schon um 07:00 Uhr schaue ich kurz an`s Waterhole, aber es sind keine Tiere da. Nach dem Frühstück fahren wir zum „Kapupuhedi Waterhole“, direkt an der Etosha Pfanne. Es geht weiter am „Hombo Waterhole“, „Suedas Watehole“, „Salvadora Waterhole“ und „Rietfontein Waterhole“ vorbei, aber die Tiere sind unterwegs. Über den „Rhino Drive“ kommen wir um 12:00 Uhr zu unserer nächsten Unterkunft, dem „Halali Camp“.
Das Chalet Nr. 52 ist etwas rustikaler eingerichtet, aber auch hier ist ein Kühlschrank, Spüle, und eine Klimaanlage vorhanden. Zum „Waterhole“ läuft man von unserem Chalet über den Campingplatz ca. 5 Minuten. Da man auch bis kurz vor das „Waterhole“ mit dem Auto fahren kann ist es schon etwas unruhig. Wir sehen ein einsames Gnu und beobachten ein Buschhörnchen, welches die Abfalleimer plündert.
Nach einer kurzen Siesta am Pool starten wir um 16:00 Uhr erneut, biegen allerdings falsch ab und finden uns auf dem Eland Drive wieder. Das bedeutet 33 km einfach, die wir nicht unbedingt fahren wollten. Am „Waterhole Goas“ ist auch nichts geboten, so genehmigen wir uns wenigstens ein Bierchen im Auto. Nach dem Abend Buffet ist der Tag dann für uns beendet. Da wir nur sehr wenige Tiere gesehen haben, sind wir etwas enttäuscht, aber morgen wird es bestimmt wieder anders!


  • Donnerstag, 04. April 2013

Heute versuchen wir unser Glück schon bei Sonnenaufgang um 07:00 Uhr, aber auch jetzt sehen wir keine Tiere. Wir fahren zurück zum Camp, frühstücken und fahren um 09:30 Uhr Richtung „Namutoni Camp“. Am „Etosha Lookout“ legen wir einen Stop ein und versuchen uns die Weite dieser Salz Pfanne vorzustellen: 120 km lang und 55 km breit! 
Auf dem Weg an das „Waterhole Kalkheuwel“ sehen wir dann viele Flamingos und eine Kuhantilope. Am Waterhole selbst beobachten wir, wie lange eine Giraffe benötigt, um endlich ihren Durst zu stillen. Ca. eine halbe Stunde beobachtet sie die Gegend ganz genau um auszuschließen, dass Löwen oder andere Raubtiere in der Nähe sind. Die 10 Zebras stören sie beim Trinken nicht. Eine große Herde Steinböcke, eine Herde Giraffen, viele Oryx und Zebras begleiten uns auf dem Weg nach „Namutoni“. 

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Namutoni

Um 13:00 Uhr kommen wir dort an, checken ein und fahren unser Auto auf den Parkplatz. Sofort kommt ein Porter und bringt unser Gepäck über Stege zum Standard Room Nr. 20. Eine wirklich sehr schöne Unterkunft mit 2 Wasserstellen.
Am Pool essen wir einen Toast und fahren zum „Waterhole Grot Okevi“ - endlich Elenfanten!!! Eine Herde vergnügt sich am Wegrand hinter den Büschen in einem Schlammloch, daneben noch Giraffen, Gnus und Zebras. Heute ist unser Tag! Am „Tsumcor Waterhole“ beobachten wir weitere Elefanten beim Trinken. Zwei durstige Giraffen müssen erst noch warten, bevor die Elefanten sie an das Wasserloch lassen.
Um 17:00 Uhr machen wir noch einen Abstecher nach „Klein Namutoni“ und hier wimmelt es nur so von Giraffen. Am Wasserloch selbst gibt es auch Flamingos und Marabus zu sehen. Wir drehen noch eine Schleife über den „Dikdik Drive“ und bekommen auch einige der sehr scheuen Tiere zu sehen. Voll zufrieden genießen wir um 20:00 Uhr
das schmackhafte Dinner im Innhof des Forts Namutoni, bei Kerzenlicht und Fackelschein - tolle Stimmung.


  • Freitag, 05. April 2013

Heute verlassen wir den Etosha Nationalpark. Nach dem Frühstück fahren wir um 09:00 Uhr los und sind um 10:15 Uhr am Lake Otjikoto. In Tsumeb legen wir einen Tankstop ein und werden nebenbei von „Manfred“, einem Einheimischen unterhalten. Er ist nicht zu aufdringlich und Thomas schenkt ihm das letzte Schlüsselband und eine Tasche. Wir wechseln noch Geld und kaufen im Supermarkt Getränke ein. Auch hier ist der Parkplatz bewacht. Bei der Weiterfahrt sehen wir „blitzende“ Polizei am Straßenrand.

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Kambaku Safari Lodge

Wir können uns zwischen zwei Unterkünften nicht so recht entscheiden, und so steuern wir die „Kambaku Safari Lodge“ an, da sie am nächsten liegt und wir werden nicht enttäuscht! Es ist eine superschöne Lodge in toller Landschaft mit reedgedeckten Häusern und äußerst freundlichen Besitzern, sehr nettem Personal und super Service.
Bis unser Zimmer Nr. 3 fertig ist, sitzen wir auf der Terrasse bei Kaffee und Kuchen. Als wir unseren Rückflug für Sonntag Abend bestätigen lassen wollen, erhalten wir die Nachricht, dass dieser Flug völlig überbucht ist. Wir können voraussichtlich erst am Dienstag fliegen - na bravo, und jetzt ???
Erst mal ein Bierchen zur Beruhigung. Es nützt ja alles nichts! Nach einem Sundowner an der Feuerstelle wird das Dinner unter freiem Himmel im ersten Stock des Haupthauses serviert. Es gibt Salat mit gebackenem Feta, Fisch mit Karottenpüree und als Desert Papay Joghurt. Alle Gerichte sind sehr schön angerichtet und die Tische vornehm gedeckt. Und das mitten in Afrika! Wir sitzen am Tisch mit einer netten Familie aus Kiel, Rachel aus Frankreich, welche als Pferde Guide auf der Farm arbeitet und einer weiteren jungen Französin. Die Unterhaltung findet zum Teil in deutsch, englisch und in französisch statt, aber jeder versteht jeden und es ist ein sehr schöner Abend. Zwischendurch werden wir noch vom Personal mit einigen afrikanischen Liedern unterhalten.


  • Samstag, 06. April 2013

Heute erhalten wir beim Frühstück per Email die Bestätigung unseres Rückfluges am Dienstag. Wir klären das Ganze mit der Autovermietung und problemlos können wir unser Fahrzeug noch einen Tag länger behalten. Sie kümmern sich auch um eine Unterkunft, die wir dann von Montag auf Dienstag in Windhoek benötigen. Jetzt noch einige SMS nach Deutschland, um unsere verspätete Rückkunft mitzuteilen und dann können wir den Tag beginnen.
Um 11:00 Uhr machen wir uns auf den Weg zu einer Tour zu Fuß auf der Farm. „Tempa“ die Hündin des Besitzers läuft uns sofort voraus und ist die 90 Minuten unser Guide. Ich bin froh darüber, denn ich hätte wahrscheinlich nie mehr aus dem Busch zurückgefunden, aber im Zweifelsfall - immer hinter „Tempa“ her. Der Lunch wird um 13:00 Uhr auf der Terrasse serviert. Auch hier ist alles sehr schön gedeckt und es gibt Gyros mit Tzatziki und Pommes.

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Game Drive mit Jimmy

Den Nachmittag verbringen wir in Ruhe mit Lesen und Relaxen im Garten, bevor wir um 16:30 Uhr zum Game Drive aufbrechen. Mit Jimmy als Fahrer und den beiden französischen Mädels geht es los. Unterwegs sehen wir Warzenschweine, Gnus, Kudus und Kuhantilopen. Die Tiere sind hier aber natürlich viel scheuer als im Etosha. Die zwei Französinnen setzen wir an einem Wasserloch ab und wir fahren mit Jimmy noch weiter. Zum Sonnenuntergang mixt er uns dann einen „kräftigen“ Gin Tonic und hat auch Salzmandeln zum Knabbern dabei. Wir unterhalten uns eine ganze Zeit lang mit ihm und erfahren einiges aus seinem Leben. Auf dem Rückweg holen wir die zwei Mädels wieder ab und ich gebe ihnen noch einen kleinen „Deutschkurs“. Es ist so lustig - wir hätten noch lange weiterfahren können, aber es wartet ja schon das Dinner auf uns. Heute gibt es Braai (d.h. es wird gegrillt) mit leckeren Würsten, Oryxsteak, Salaten, Dips und Knoblauchbrot. Diesmal sitzen wir am Tisch mit Johannes (einem der Besitzer) Horsti (Jagd Guide), Claudia (seit Jahren regelmäßiger Gast auf Kambaku) und einem Gast der zur Jagd hier ist. Obwohl wir mit der Jagd eigentlich nichts am Hut haben wird es ein schöner Abend und wir halten es bis 23:00 Uhr aus.


  • Sonntag, 07. April 2013 (Zeitumstellung: eine Stunde zurück)

Nach dem Frühstück und einer herzlichen Verabschiedung, starten wir um 09:00 Uhr Richtung Windhoek. Um 13:00 Uhr kommen wir auf der „Immanuel Wilderness Lodge“ an. Die Besitzer Sabine und Stephan sind 2007 mit ihren beiden Töchtern nach Namibia ausgewandert und haben es nicht bereut. Wir wohnen in Zimmer Nr. 7 mit kleiner Terrasse, an welche die Springböcke ganz dicht herankommen. 

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Immanuel Wilderness Lodge

Den Nachmittag verbringen wir am Pool bzw. auf der Terrasse. Obwohl wir Fleisch nur richtig durchgebraten mögen, bereitet uns Stephan ein Kudusteak zu, aus dem noch der Saft läuft - nichts für uns. Aber es ist nicht weiter schlimm, da die Tomatensuppe, der Salat, der Reis mit Champignonsoße und das Mango Dessert so gut schmecken, dass wir davon auch satt werden. Bei einer Zigarette vor dem Restaurant unterhalten wir uns mit einem Pärchen und erfahren von ihnen, dass er in der ersten Woche ihres Urlaubes an einem Marathon in Sossusvlei teilgenommen hat während sie die Tage auf der Düsternbrook Farm verbracht hat. So kann man auch Urlaub machen!


  • Montag, 08. April 2013

Heute gibt es das beste Frühstück der letzten beiden Wochen. Selbstgemachte Käsesorten, Kudu Rauchfleisch und Zebra Salami - alles sehr, sehr gut! Sabine checkt online für uns ein und jetzt haben wir schon mal unsere Sitzplätze für den Rückflug.
Außer uns sind noch zwei deutsche Pärchen beim Frühstück und Stephan und Sabine sitzen auch dabei. Eines der Pärchen wird heute Abend hier in der Lodge heiraten - was es nicht alles gibt!
Für uns geht es jetzt an`s Auto ausräumen. Die restlichen Lebensmittel und alle Campingsachen, die wir nicht mehr benötigen lassen wir in der Lodge. Sabine wird alles in einem nahe gelegenen Township abgeben. Um 10:45 Uhr fahren wir nach Windhoek zur Autovermietung. Die Rückgabe bzw. Überprüfung des Fahrzeugs läuft problemlos ab und „Simon“ von Camping Car Hire fährt uns zur „Pension Uhland“, im Zentrum von Windhoek gelegen. Das Zimmer ist zweckmäßig eingerichtet und für eine Übernachtung vor dem Heimflug o.k.! Nun haben wir ausreichend Zeit, um uns ein wenig in Windhoek umzuschauen.
In einem Cafè an der Ecke John Meinert / Independence Avenue essen wir eine Kleinigkeit und schauen dem Treiben in der Stadt zu. Danach kommen wir noch am Kududenkmal, Meteoritenbrunnen und dem Uhrenturm vorbei. Am Zoopark kehren wir um, genehmigen uns noch ein Bierchen und sind um 16:00 Uhr zurück in der Pension. Jetzt packen wir unsere Sachen für die Rückreise ordentlich und essen um 19:00 Uhr wieder einmal Tomatensuppe und Salat. Um 20:30 Uhr versuchen wir zu schlafen. Es wird ja eine kurze Nacht.


  • Dienstag, 09. April 2013

Der Wecker klingelt um 03:00 Uhr und nach einem Kaffee kommt auch schon unser Shuttle Service zum Flughafen, den Camping Car Hire für uns organisiert und auch im Voraus bezahlt hat. Der Fahrer ist sehr redselig, was ich um diese Uhrzeit nicht unbedingt brauche. Aber ich bin ja ein freundlicher Mensch und strenge mich an, ihm auf seine Fragen zu antworten. Beim Einchecken sind wir die ersten in der Schlange und es verläuft alles reibungslos. Glücklicherweise gibt es am Gate noch eine kleine Raucherkabine und hier haben wir noch ein nettes Gespräch mit einem serbischen Flugkapitän, der bei Air Namibia beschäftigt ist, heute allerdings nur Passagier auf dem Weg in seine Heimat ist.
Mit einer Stunde Verspätung landen wir um 19:30 Uhr in Frankfurt, holen unser Auto im Hotel „Steigenberger“ ab und sind um 22:30 Uhr daheim. 


  • Fazit:

Es war ein sehr schöner, interessanter, abwechslungsreicher Urlaub und es wird nicht unsere letzte Tour in Namibia gewesen sein.


  • Streckenverlauf und Übernachtungen:
Tag Tagesstrecke in km Übernachtung Kilometer gesamt
1. Tag 140 Hakos Gästefarm 140
2. Tag 335 Buck`s Camping Lodge in Henties Bay 475
3. Tag 353 Palmwag Lodge 828
4. Tag 181 Camp Aussicht 1009
5. Tag 261 Omarunga Lodge in Epupa Falls 1270
6. Tag 417 Kamanjab Camp 1687
7. Tag 235 Etosha Safari Camp 1922
8. Tag 140 Camp Okaukujeo im Etosha NP 2062
9. Tag 173 Camp Halali im Etosha NP 2235
10. Tag 207 Camp Namutoni im Etosha NP 2442
11. Tag ca. 200 Kambaku Safari Lodge ca. 2642
12. Tag --- Kambaku Safari Lodge ca. 2642
13. Tag ca. 250 Immanuel Wilderness Lodge ca. 2893
14. Tag --- Hotel-Pension Uhland in Windhoek ca. 2923
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