Schweden - 2015

Zeitraum: 02. August bis 18. August 2015

(Mit Infos zum Streckenverlauf und Unterkünften, außerdem finden Sie am Ende des Reiseberichtes eine Karte mit dem Routenverlauf unserer Reise).

Fotos unserer Reise finden Sie unter dem Link: Schweden-2015


Einleitung:

Im Mai planen wir unseren Sommerurlaub in Schweden. Wir informieren uns über verschiedene Wohnmobilanbieter und entscheiden uns für „Frankenmobil in Oberambach“, nur 5 km von meinem Heimatort entfernt. Wir buchen ein Ahorn-Wohnmobil ACT 660, mit genügend Stauraum für unsere Biervorräte, Einzel-Betten und separater Dusche.
Inzwischen ist es Juni und wir besorgen uns zwei Reiseführer: „Schweden von Marlen und Bert Baesgen“ und „Reise Know-How Wohnmobil-Tourguide Südschweden: Die schönsten Routen“, eine Straßen Karte „Marco Polo Schweden Suède“ sowie einen Sprachführer. Zusätzlich bekommen wir von einem Freund weiteres Infomaterial. Darunter ist auch eine Karte von Dänemark, welche sich als hilfreich zeigt. Die Packliste ist inzwischen auch erstellt und ein kleiner Gasgrill (Cadac Safari Chef 4-in-1) 
, Campingtisch, Klappspaten, Wasserkessel, eine Fiskars Universalaxt X10 sowie eine LED Leuchte gekauft. 

Als Routenplaner entscheiden wir uns für den „Road Trip Planner“ für Apple MAC OS und iOS.

Im Moment planen wir auf dem Landweg über Dänemark und die Öresundbrücke nach Schweden zu fahren, an der Westküste Richtung Norden, dann Mittelschweden mit den beiden Seen zu erkunden und je nach dem wie viel Zeit uns bleibt, an der Ostküste möglicherweise inkl. Ödland zurück zu fahren. Aber wir haben ja noch 8 Wochen Zeit, uns mit der Strecke zu befassen.



  • Samstag, 01. August 2015
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„Unser“ Wohnmobil

Nachdem ich erst noch fast eine Woche im Krankenhaus verbringen musste und heute früh aus der Heizung im Keller Wasser auslief, hat doch noch alles geklappt.
Wir fahren zum Einkaufen in den Supermarkt, um die nötigen Lebensmittel für die ersten Tage und den Biervorrat (24 Flaschen Corona, 3 Kisten kleine Bier) zu besorgen. Um 13:00 Uhr übernehmen wir das Wohnmobil. Es hat genau die richtige Größe für uns, genügend Stauraum, eine abgetrennte Dusche und zwei bequeme Einzelbetten. Auch die kleine Küchenzeile und der Kühlschrank sind ausreichend groß. Herr Dotterweich, der Vermieter, erklärt uns das Touch- Panel zum Schalten der Elektro-, Gas u. Wassergeräte, die Gaszufuhr, die Entsorgung des Abwassers, den Stromanschluss und die Toilette. Hier fehlt ein Teil, welches zum richtigen Einsetzen des Toilettentanks notwendig wäre, aber mit einem Stück Styropor geht es auch. 

Nun geht es an das Einräumen. Da wir vorher schon eine Packliste erstellt haben, kommen wir gut klar. Wir verstauen kleinere Teile noch in Plastikboxen, damit nichts verrutschen kann und wir alles schnell bei der Hand haben.


  • Sonntag, 02. August 2015   

Es ist 07:30 Uhr und die Fahrt geht los. Wir fahren auf der A7 Richtung Hamburg. Auf Grund vieler Baustellen kommen wir sehr zähflüssig voran und deshalb haben wir kurz nach Hannover die Nase voll. Wir verbringen die erste Nacht in Winsen auf dem sehr gepflegtem Campingplatz „Südheide“. Nach einem Corona machen wir einen Rundgang am Campingplatz und schauen uns den dazugehörigen Badesee an. Im Anschluss kommt zum ersten mal unser neuer Grill zum Einsatz. Die Steaks mit Lauchgemüse schmecken lecker und wir genießen anschließend das schöne Wetter noch bei einem Gläschen Wein.


  • Montag, 03. August 2015
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Soldatenfriedhof in Becklingen

Wir haben gut geschlafen und stehen schon um 06:30 Uhr auf. Jetzt erstmal einen Kaffee, dann Duschen und anschließend gibt es ein gemütliches Frühstück.
Wir starten um 09:15 Uhr bei schönstem Wetter und fahren über Becklingen. Hier schauen wir uns den Soldatenfriedhof (2401 Gräber meist britischer Soldaten des zweiten Weltkrieges, die meisten um die 20 Jahre) an.
Es geht wieder auf die Autobahn Richtung Hamburg und die vielen Baustellen bremsen uns ganz schön aus, somit sind wir erst um 14:25 Uhr an der Grenze zu Dänemark. Es ist inzwischen 16:45 Uhr und wir beschließen in Nyborg den Campingplatz „Nyborg Strandcamping“ am „Großen Belt“ anzufahren. Hier hat man einen tollen Blick auf die „Storebelt Brücke“. Es ist sonnig und warm, der Strand sehr schön, aber das Meer ist für unsere Gefühle jedoch arschkalt.
So ganz ohne Problem geht es wohl doch nicht - das Panel im Wohnmobil funktioniert nicht mehr, d.h. kein Strom und kein Wasser! Nach längerer Ursachensuche schraubt Thomas genervt das ganze Teil ab, zieht den Stecker, steckt ihn wieder auf, und alles funktioniert wieder. Somit können wir unser Abendessen in Ruhe genießen.


  • Dienstag, 04. August 2015
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Öresundbrücke

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Rathaus in Malmö

Auch heute stehen wir zeitig auf, wir wollen doch endlich nach Schweden! Die Fahrt über die „Storebelt Brücke“ ist schon beeindruckend, die Steigerung dazu ist dann die „Öresund Brücke“.
Die 7845 m lange Öresundbrücke ist die längste Schrägseilbrücke der Welt für kombinierten Straßen- und Eisenbahnverkehr. Sie wurde am 1. Juli 2000 dem Verkehr übergeben. Die Überquerung mit unserem Wohnmobil mit einer Gesamtlänge von 6,60 m ist mit 50 € Maut für die erste und 104 € für die zweite Brücke auch kein billiges Vergnügen.
Wir halten an einer Infotafel und ein netter Mann gibt Touristen Auskunft über Sehenswertes in Malmö und erklärt uns die Strecke zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf die Brücke.
Pünktlich zum Mittagessen um 12:00 Uhr erreichen wir den Aussichtspunkt, machen zahlreiche Fotos und lassen den Anblick der Brücke auf uns wirken. Das Essen besteht aus „kalter Küche“, welches wir auf der Treppe eines geschlossenen Lokals zu uns nehmen.
Eigentlich wollten wir weiter Richtung Norden fahren, entscheiden uns aber dann doch in Malmö auf dem Campingplatz „First Camp“ zu bleiben. Es ist ein sehr großer Campingplatz mit sämtlichem Komfort (den wir nicht benötigen), allerdings gibt es zu wenige Duschen und Toiletten für die Anzahl der Gäste.
Wir trinken einen Kaffee und starten zur einer Fahrradtour durch Malmö. Am Strand tummeln sich zahlreiche Badegäste und an einem Abschnitt findet die Pony-EM 2015 statt. Wir suchen den Weg zum „Malmöhus“, verfahren uns und landen in einer Nebenstraße. Während ich auf den Stadtplan schaue, versucht eine Frau mein Fahrrad zu klauen, welches neben Thomas steht. Dieser reagiert sofort und holt das Fahrrad zurück. Wir können nicht glauben was passiert ist!  Wir gehen über die „Gustav Adolfs Torg“ und trinken erstmal einen leckeren „Frapino Espresso“ um das Erlebnis zu verdauen. Weiter geht es zum Rathaus, der Reiterstatue König Karl X. Gustav und wir finden doch noch zur Burganlage „Malmöhus“. Kein Wunder dass wir diese Burganlage zu Beginn nicht gefunden haben, denn sie ist nicht wirklich schön!
Auf dem Rückweg zum Campingplatz kaufen wir noch frischen Fisch für’s Abendessen. Wie üblich in Schweden müssen wir im Fischgeschäft einen Nummernzettel ziehen, um bedient zu werden. Zurück am Campingplatz gehen wir zum Strand, um weitere Fotos von der Brücke zu machen. Der Strand ist komplett von Menschen arabischer Abstammung bevölkert - für uns ein unerwarteter Anblick! Da mich zahlreiche kleine Mücken nerven, halten wir uns nicht lange auf und machen uns an die Zubereitung unseres Fisches. Während wir uns nach dem Essen noch mit unseren Campingnachbarn aus Hamburg unterhalten, zieht ein Gewitter auf. Es regnet und wir verziehen uns in unser Wohnmobil.    


  • Mittwoch, 05. August 2015
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Schloss Krapperup

Die Sonne ist wieder da und wir fahren auf der E20 Richtung Helsingborg. Es gibt in dieser Gegend sehr viele Getreidefelder zu sehen. Von hier aus geht es weiter auf der 111, und nach einem Tankstop in Höganäs schauen wir uns das Schloss Krapperup mit seinem wundschönen Garten an. Da kann man schon neidisch werden!
Das nächste Ziel ist das Naturschutzgebiet „Kullaberg“. Ein sehr schönes Gebiet, auf dem der rund 100 Jahre alte Leuchtturm Kullens Fyr steht. Hier fallen die Klippen bis zu 70 m steil ins Wasser ab. Wir machen Brotzeit und da wir nicht sicher sind ob die Straße für den kürzeren Weg zur E20 für das Wohnmobil geeignet ist, geht es wieder nach Höganäs, wo wir in einem Supermarkt unseren Vorrat an Lebensmitteln auffüllen. Auf der E20 erreichen wir um 16:00 Uhr Halmstad. Hier übernachten wir auf dem Campingplatz „Halmstad Camping“. Wir trinken unser Bierchen, lesen und relaxen in der Sonne bevor wir am Abend den Grill anschmeißen und uns Schweinekoteletts mit Bohnen und Bratkartoffeln schmecken lassen.
Mir fällt auf, dass die schwedischen Camper nicht unbedingt die gesprächigsten sind. Man hat schon Glück, wenn sie überhaupt grüßen! Ob das überall so ist?


  • Donnerstag, 06. August 2015
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Festung Carsten in Marstrand

Am Morgen fallen ein paar Regentropfen, das war`s dann aber auch schon und es ist den ganzen Tag sonnig. Nach der täglichen Prozedur: Kaffee, Duschen, Frühstücken, Wasser auffüllen, Abwasser entsorgen und Toilette leeren, geht es Richtung Göteborg. Anstatt der Getreidefelder ist es ab jetzt bewaldet.
Kurz nach Göteborg biegen wir auf die 168 ab und fahren über mehrere Brücken Richtung Marstrand. Eine tolle Landschaft! Die kleine Schäreninsel selbst ist autofrei und so übernachten wir auf dem Campingplatz „Marstrand Family Camping“, von welchem es nicht weit bis zur Fähre ist. Wir bekommen gerade noch den letzten freien Platz und bereiten unser Mittagessen zu.
Danach genießen wir den Ausblick von der kleinen Bucht auf die Schärenregion und fahren anschließend mit dem Fahrrad zum Fährableger. Wir machen von hier aus Fotos von der gegenüberliegenden Festung Carsten, den im Hafen liegenden Segelbooten und Yachten und beobachten eine zeitlang das geschäftige Treiben. Anstatt mit der Fähre überzusetzen, trinken wir lieber einen Kaffee in einem etwas abseits gelegenen kleinen Cafe und lassen uns den selbst gebackenen Kuchen schmecken.
Die Sonne scheint, aber es ist durch den Wind ziemlich frisch. Zurück am Campingplatz waschen wir unsere Wäsche, lesen und relaxen. Zur Unterhaltung beobachten wir Camper, welche sich nicht einig sind, wem der Platz zusteht. Die Organisation hier ist anscheinend nicht optimal! Anschließend gehen wir noch einmal zum Fotografieren an den Strand, grillen Lachs und lassen den Abend gemütlich ausklingen.


  • Freitag, 07. August 2015  
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Mollösund

Heute geht es auf die Insel Tjörn und weiter zu Insel Orust. Wir halten in Mollösund, eines der ältesten Fischerdörfer der Gegend, aus dem Jahr 1500 am süd-westlichen Ende von Orust. Eigentlich haben wir erwartet hier zu sehen, wie der Stockfisch getrocknet wird, aber leider sind die Holzgestelle leer. Ansonsten ist dieser kleine Ort aber sehr schön, mit vielen Schwedenhäusern, verwinkelten Gassen, einer Windmühle aus dem 17. Jahrhundert, einem Leuchtturm und einem kleinen Hafen. Wir kaufen zwei Fischspieße und geräucherten Lachs bei „Morgans Fisk“ direkt am Hafen, Baguette in einer Bäckerei und weitere Lebensmittel in einem kleinen Supermarkt. 
Den geräucherten Lachs lassen wir uns bei schönstem Wetter auf einem Parkplatz bei der Orust Marina bei Henan schmecken. Wir fahren weiter auf der 160 Richtung Högas und plötzlich stehen wir auf einer Fähre. So genau habe ich mir die Karte nicht angeschaut! 
Jetzt geht es nur kurz auf die E06 und dann weiter an der Küste entlang nach Grebbestad. „Edsviks Camping“ hat einen schönen Strand, mit einer „Fasssauna“, einem Restaurant und sehr sauberen Sanitäranlagen. Jetzt wird es auch richtig kühl! Das heißt meine Windbreaker Hose und das lange T-Shirt unter der Fleecejacke kommen zum Einsatz.
Wir machen einen Rundgang am Campingplatz, der überwiegend von Schweden, einigen Norwegern und kaum Deutschen besucht ist. Die Schweden sind nicht so erfroren wie ich, sie laufen z.T. in kurzen Hosen und T-Shirts herum, während ich friere. Das mag aber auch am Alkohol liegen, den eine Gruppe von Frauen aus Norwegen schon ab Nachmittag konsumiert. Sie sind gut d`rauf und haben einen riesen Spaß. Wir grillen unsere Fischspieße und da die Sonne doch noch raus kommt, können wir unseren Wein auch noch bis 21:00 Uhr im Freien genießen.


  • Samstag, 08. August 2015
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Ausflugsschiff "M/S Nils Ericson" in Haverud

Unser Weg führt uns heute in`s Landesinnere Richtung Ed. Hier kaufen wir Lebensmittel im Supermarkt und machen eine Kaffeepause mit Zimtschnecken im Park am „Lilla Le“ See.
Kurz darauf verlassen wir die 164 und fahren am Dalslandkanal weiter nach Haverud. Schon die Strecke ist wunderschön und die Trogbrücke, eine Kombination von Straße, Eisenbahn und Aquäduktbrücke ist sehr beeindruckend. Wir bleiben eine ganze Weile und beobachten das Ausflugsschiff „M/S Nils Ericson“ bei der Durchquerung der verschiedenen Schleusen.
Von Haverud aus, geht es bei sonnigem Wetter auf der E 45 nach Amal. Hier finden wir einen Platz auf dem Campingplatz „Örnas Camping“. Den Platz sucht man sich erst selbst aus, wobei die einzelnen Plätze nicht genau markiert sind. Dann erst kann man an der Rezeption einchecken. Bis wir unser WoMo auf dem Hügel abgestellt hatten - heute kamen auch die Ausgleichskeile zum ersten mal zum Einsatz, da der Stellplatz auf einem Hügel liegt - war die Rezeption allerdings nicht mehr besetzt und so holen wir das Einchecken erst nach dem verspäteten Mittagessen nach.
Wir trinken Kaffee, lesen und relaxen und machen uns auf zur Fototour am „Vänern“ See. Wir genießen den wunderschönen Blick auf den See bei einem Corona und bereiten das Abendessen auf dem Grill zu.


  • Sonntag, 09. August 2015
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Amal

Bevor es heute weitergeht, halten wir noch am idyllischen Yachthafen von Amal. Laut Reiseführer soll man unbedingt einen Abstecher nach Arvika machen, da das Gebiet als eines der wasserreichsten Schwedens gilt und so fahren wir auf die 175. In Arvika angekommen, schlendern wir durch den Stadtpark und wundern uns über die zahlreichen Angler an einem Teich.
Weiter geht es an das nördliche Ende des „Fryken“ Sees nach Torsby. Wir machen nur einen kurzen Stop im Supermarkt, fahren um den See wieder Richtung Süden und übernachten am Campingplatz „Lysviks Camping“. Es ist ein kleiner gemütlicher Platz direkt am „Övre Fryken“.
Heute gibt es das typische schwedische Essen, nämlich „Köttbullars“ und anschließend ist Wäsche waschen angesagt. Während die Waschmaschine und der Trockner in Betrieb sind, sitzen wir vor dem WoMo und lesen. Ich hülle mich in eine Decke ein, da es relativ kühl ist.
Wir machen einen Rundgang am Campingplatz und schauen uns das dazugehörige Restaurant an. Unser Abendessen sollte eigentlich aus Lachs bestehen, aber wenn man vergisst den Lachs aufzutauen, muss man sich mit gegrillten Würstchen und Bratkartoffeln begnügen. Bei einem Gläschen Wein genießen wir den wunderschönen Sonnenuntergang am „Övre Fryken“.


  • Montag, 10. August 2015     
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Marbacka

Heute hat es gerade mal 15° Grad und wir fahren nach dem Frühstück am „Klarälven“ entlang. Dieser Fluss ist mit ca. 460 km einer der längsten Ströme Nordeuropas. Wir tanken in Munkfors und trinken Kaffee. Danach biegen wir von der 62 ab und fahren 19 km nach Marbacka. Hier kann man das Leben der berühmten Schriftstellerin Selma Lagerlöf nachvollziehen. Wir bewundern den sehr gepflegten Obst- und Kräutergarten sowie das Pfauengehege. Auf der Weiterfahrt werden wir von einem Mähfahrzeug ausgebremst, essen heute bei McDonalds zu Mittag und sind am Nachmittag im Tiveden Nationalpark. Am „Skagern“ See finden wir einen schönen Campingplatz, „Otterbergets Bed & Camping“. Leider ist es bewölkt und somit trinken wir erstmal ein Bierchen, bevor wir vor dem Abendessen bei Sonnenschein die ruhige Atmosphäre am See genießen. Wir verziehen uns relativ früh in`s WoMo, da es ziemlich kühl und feucht wird.


  • Dienstag, 11. August 2015   
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Festung Karlsborg

In der Nacht hat es geregnet und es fallen nach dem Aufstehen noch 2-3 Tropfen. Wir fahren durch den Tivedon Nationalpark nach Karlsborg am „Vättern“ See. Die Festung Karlsborg dient bis heute als Kaserne und Lager. Während des Zweiten Weltkrieges war sie auch Depot für die Goldreserven des Landes. In der Festung befindet sich ein kleiner Ort mit interessanten Gebäuden aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts sowie ein Museum.
Das Mittagessen besteht heute aus kalter Küche im WoMo und wir fahren bei Regen weiter bis Habo. Auf dem Campingplatz „Habo Camping & Stugby“ treffen wir ein älteres Pärchen vom „Lysviks Campingplatz“ wieder. Auch sie suchen sich vorzugsweise kleine idyllische Plätze aus. Nach dem Kaffee gehen wir zum See und lassen die reizvolle schwedische Landschaft auf uns wirken.
Zu unserer Unterhaltung beobachten wir am Abend unseren Campingnachbarn, der seit geraumer Zeit an seinem Grill sitzt um eine Art Eintopf zuzubereiten, und während wir schon unsere Steaks genossen haben und uns um 21:30 Uhr nach innen begeben, ist er immer noch damit beschäftigt ist. Wir werden wohl nicht mehr mitbekommen, wann es da etwas zum Essen gibt. 


  • Mittwoch, 12. August 2015
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Kirche in Norra Sandsjö

Nach dem Frühstück unterhalten wir uns noch mit den Campingnachbarn aus Kiel und so kommen wir erst um 10:00 Uhr los. In Norra Sandsjö halten wir an, um die weißgetünchte Steinkirche mit ihrem separatem roten Glockenturm zu fotografieren. Wir fahren durch netten kleinen Ort Ramkvilla, aber leider ist am „Ramkvilla Wärdshus“ der einzige freie Parkplatz für unser WoMo zu kurz, so dass der Kaffee hier entfällt.
Es geht weiter Richtung Växjö und wir können bei 21° Grad auf dem Campingplatz „Evedal Camping“ am „Helgasjön“ See das Mittagessen zu uns nehmen. Das Wasser im See wäre zwar warm genug zum Baden, aber wir machen lieber eine Fahrradtour am See entlang. Wir fotografieren ein paar der wunderschönen Häuser und haben das Glück, den Dampfer „Thor“ zu sehen. Dieser kreuzt während der Sommermonate, angetrieben von Dampfkraft, zwischen den Inseln des Helgasjöns und der südlichsten Schleuse von Schweden. Wir werfen einen Blick auf die Schlossruine Kronoberg, fahren noch weiter Richtung Norden und sind um 17:00 Uhr zeitlich passend für ein Corona von unserer Tour zurück. Während ich am Strand in der Sonne lese, bereitet Thomas die Hähnchenbrust für das Abendessen zu. So kann „Frau“ es aushalten! Wir beschließen auch morgen noch hier zu bleiben, da wir mit dem Fahrrad nach Växjö, der grünsten Stadt Europas fahren wollen.


  • Donnerstag, 13. August 2015 
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Linne Park in Växjö

Wir beginnen den Tag gemütlich mit einem Frühstück und starten um 10:30 Uhr bei herrlichem Sonnenschein zur Fahrradtour in die Stadt. Man benötigt ca. 30 Minuten bis zur Einkaufsstraße „Storogatan“, wo wir uns erstmal einen Espresso genehmigen. Auffallend in dieser Straße sind die vielen Optiker und Friseurläden.
Anschließend schauen wir uns den Dom an und spazieren weiter in den „Linne Park“. In einem Restaurant bestellen wir Fish&Chips und Shrimpssalat und gehen dann weiter zum Theater und dem Konzerthaus.
Zurück am Campingplatz gönnen wir uns ein leckeres Eis und verbringen die Zeit bis zum Abendessen mit lesen. Es gibt zwar ein Restaurant am Campingplatz, allerdings hat dieses nur um die Mittagszeit geöffnet. Einmal wenn wir nicht selber kochen möchten - naja - so gibt es heute Kartoffeln mit Frischkäse und Salat und es schmeckt lecker!
Wir gehen noch einmal zum Strand, an welchem es einen 10 m hohen Sprungturm gibt. Ich möchte mich gerne mit den Kids unterhalten, die hier ihren Spaß haben, aber leider sprechen sie kein Englisch. Außerdem fällt mir auf, dass an allen Seen die Kinder schon am Nachmittag baden. Und ich dachte in den skandinavischen Ländern lernen alle Kinder Englisch und sind in Ganztagesschulen!


  • Freitag, 14. August 2015  
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Ivösjön See

Das hat man nun von den neumodischen Campingplätzen. Ich gehe zum Duschen, vorher kurz auf die Toilette, lege dort meine „Duschkarte“ ab, begebe mich in die Duschkabine und merke, dass ich die Karte auf der Ablage in der Toilette vergessen habe. Als ich dort nachschaue, war sie schon weg. Na super! Das ganze kostet mich 100 SEK!
Von Växjö aus fahren wir zum „Asnen“ See, dies ist der zweitgrößte See Smalands. Die äußerst reizvolle Strecke führt über Olofström nach Bromölla am „Ivösjön“ See entlang, dem größten und tiefsten See in der Provinz Schonen. Hier machen wir Rast und genießen bei 24° Grad aber frischem Wind die herrliche Landschaft Schwedens.
Wir wollen heute noch an der Küste bis Ahus fahren, entscheiden uns dann aber für den Campingplatz „Landöns Camping“, denn laut Internetrecherche liegt Landön an Schonens einziger Schärenlandschaft. Als wir ankommen ist es sehr windig und wir parken das WoMo so, dass wir im Windschatten sitzen können. Gleichzeitig mit uns kommt ein großer Partybus an und später erfahren wir, dass heute eine private Party auf dem Campingplatz stattfindet. (Diese dauert auch bis nach Mitternacht!!!)
Wir trinken erstmal ein Bierchen und laufen zur Westseite von Landsön. Hier ist es zwar windstill, aber das Meer ist nicht sehr ansprechend, es riecht wie eine Kloake und somit gehen wir zurück zum Campingplatz und kümmern uns um unsere Wäsche. Neu für uns ist, dass es anstatt eines Wäschetrockners ein „Trockenkabinett“ gibt. Es ist ein Trockenschrank mit eingebautem Gebläse, in dem die Wäsche aufgehängt wird. Nach einer Tasse Kaffee gehen wir noch einmal zur Westseite, hier gibt es ein Cafe in dem an diesem Tag aber eine Geburtstagsfeier stattfindet. Das Abendessen findet ausnahmsweise im WoMo statt, da es uns außen zu kalt und windig ist. Beim Abspülen treffen wir auf eine Gruppe polnischer Jugendlicher, welche mit dem Fahrrad unterwegs sind. Sie kochen diverse Fertiggerichte und dementsprechend schaut es in der Küche auch aus!!!

Den Rest des Abends verbringen wir heute lieber auch im WoMo.


  • Samstag, 15. August 2015  
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Kirche „St. Maria“ in Ystad

Obwohl es nach dem Aufstehen sehr windig ist, stellen wir fest, dass viele Moskitos am Wohnmobil kleben, das bedeutet, dass wir innen frühstücken. 
Unser nächstes Ziel ist Ystad. An der Touristeninformation kaufen wir eine Infobroschüre, in welcher wir alles über „Kurt Wallander“, dem Kommissar in den Büchern des Schriftstellers Henning Mankell nachlesen können. Auf einem Plan sind auch die verschiedensten Punkte markiert, die wir schon von den Büchern her kennen. Für alle Sehenswürdigkeiten bleibt uns keine Zeit und so beschränken wir uns auf den Marktplatz „Stortorget“, die Kirche St. Maria, die Fußgängerzone Östergatan und finden auch „Fridolfs Konditorei“, wo wir bei schönstem Wetter einen Kaffee trinken und selbstverständlich auch eine Zimtschnecke essen.
Der Himmel zieht sich zu, wir fahren weiter an der Ostsee entlang Richtung Trelleborg und genießen diese landschaftlich reizvolle Strecke. In Trelleborg machen wir nur einen kurzen Stop, dann geht es über die Öresundbrücke zurück nach Dänemark. Wir finden einen sehr schönen Campingplatz bei Soro am „Pedersborg See“. Wir stärken uns mit Käse, Salami und Oliven, trinken Kaffee und relaxen unter der Markise unseres WoMo, denn es beginnt leicht zu regnen. Nachdem die Sonne wieder rauskommt, machen wir einen Rundgang am Campingplatz, schauen uns die süßen Minischweinchen im Streichelzoo an und gehen ein Stück am See entlang.
Nach dem Abendessen lassen wir uns ein Gläschen Wein schmecken.


  • Sonntag, 16. August 2015  
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Strand an der Ostsee bei Kappeln

Auf der Fahrt Richtung Kolding, sind sehr viele Biker mit ihren Motorrädern unterwegs. Es scheint so, als ob irgendwo in der Nähe ein Motorrad-Treffen stattfindet. Nach Kolding fahren wir auf die 170, um die Staus auf der E45 zu umgehen. In Haderslev machen wir einen Kaffeestop, essen eine kalte Pizza und fahren weiter nach Flensburg. Dort angekommen, biegen auf die 199 Richtung Kappeln ab.
Wir übernachten auf dem Campingplatz „Ostseecamping Gut Oehle“ und sind über den günstigen Preis von 16,00 € inkl. sämtlicher Nebenkosten überrascht. Es ist ein großer Platz, der durch einen Doppeldeich windgeschützt, direkt an der Ostsee liegt. Es ist bewölkt und wir machen eine Fototour an der Ostsee. Naja - Ostseefans werden wir wohl nicht! Wir grillen heute zum letzen mal und ziehen uns zeitig in`s Wohnmobil zurück, da es gewittert und regnet.


  • Montag, 17. August 2015  

Heute kommen wir gerade noch im Trockenen zum Duschen. Anschließend gewittert es wieder und es regnet wie aus Kübeln. Wir fahren Richtung Eckenförde, weiter nach Kiel und machen eine Kaffeepause in der einzigen Raucherkneipe in Plön. Die schönste Kneipe ist es nicht, aber der Kaffee schmeckt und der Wirt ist sehr nett.
Weiter geht es Richtung Timmendorfer Strand und auf Grund einer Umleitung dauert es ewig bis wir dort ankommen. Und dann regnet es auch noch, so dass wir nicht einmal aussteigen können, sondern nur schnell auf einem Parkplatz an einem Supermarkt ein Paar Wiener Würstchen essen. Wir wollen weiter Richtung Schwerin, disponieren aber um und fahren über Wittenberg Richtung Uelzen. Irgendwie sind wir eh schon genervt, werden noch geblitzt und stehen in Neu Darchau an der Elbe, aber die Fähre ist außer Betrieb. Das bedeutet wieder zurück auf die 195 Richtung Dömitz und anschließend auf dem kürzesten Weg nach Uelzen.
Wir übernachten auf dem Campingplatz „Uhlenköper Camp Uelzen“. Es ist ein netter ökologischer Platz im Wald mit Naturbadeteich und sehr ordentlichen Sanitäranlagen. Jetzt erstmal ein Bierchen! Wir schauen uns die Einrichtungen des Campingplatzes an und beschließen im Restaurant eine Currywurst zu essen. Aber heute ist nicht unser Tag - denn sie vergessen unsere Bestellung und wir bekommen unser Essen erst nach über einer Stunde. Wenn wir die Kartoffelspalten oder einen vegetarischen Burger gegessen hätten, wäre es vielleicht schneller gegangen, aber danach ist uns nicht wirklich! Zwischendurch regnet es immer mal wieder, aber es ist zumindest so warm, dass wir noch unter der Markise des WoMo sitzen können.


  • Dienstag, 18. August 2015   

Oje, es ist gut, dass unsere WoMo Reise zu Ende geht, denn es regnet und regnet. Das bedeutet für uns, dass wir auf dem schnellsten Weg Richtung Heimat fahren. Nach einigen Umleitungen mit vielen Baustellen, fast acht Stunden Fahrt und insgesamt 4363 km kommen wir am Nachmittag zu Hause an. Wir tanken gleich das Wohnmobil voll und geben unser Leergut im Supermarkt ab. Jetzt heißt es, das WoMo ausräumen und säubern, da wir es morgen bis spätestens 10:00 Uhr abgeben müssen. Schade - denn diese Reise hat uns sehr gut gefallen und wir haben die faszinierende und abwechslungsreiche Landschaft Schwedens sehr genossen. Möglicherweise werden wir irgendwann wieder nach Schweden fahren, dann aber an die Ostküste und vor allem noch weiter in die Abgeschiedenheit des Nordens.



Streckenverlauf und Übernachtungen:

Tag Kilometer Strecke Übernachtung
Sonntag, 02.08.2015 465 Scheinfeld - Winsen Campingplatz „Südheide“
Montag, 03.08.2015 465 Winsen - Nyborg (Dänemark) Nyborg Strandcamping
Dienstag, 04.08.2015 172 Nyborg - Malmö First Camping
Mittwoch, 05.08.2015 215 Malmö - Halmstad Halmstad Camping
Donnerstag, 06.08.2015 196 Halmstad - Marstrand Marstrand Family Camping
Freitag, 07.08.2015 216 Marstrand - Grebbestad Edsviks Camping
Samstag, 08.08.2015 161 Grebbestad - Amal Örnas Camping
Sonntag, 09.08.2015 210 Amal - Torsby Lysviks Camping
Montag, 10.08.2015 271 Torsby - Skagern See Otterbergets Bed & Camping
Dienstag, 11.08.2015 168 Skagern See - Habo Habo Camping & Stugby
Mittwoch, 12.08.2015 179 Habo - Växjö Evedal Camping
Donnerstag, 13.08.2015 - - - - - - Evedal Camping
Freitag, 14.08.2015 191 Växjö - Landön Landöns Camping
Samstag, 15.08.2015 283 Landön - Soro (Dänemark) SORØ Camping
Sonntag, 16.08.2015 293 Soro - Kappeln Ostseecamping Gut Oehle
Montag, 17.08.2015 363 Kappeln - Uelzen Uhlenköper Camp Uelzen
Dienstag, 18.08.2015 509 Uelzen - Scheinfeld



Unsere Route durch Schweden: 


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