USA West - 2012


  • Einleitung und Vorbereitung:

Schon lange träumen wir von einer Harley Tour in den USA. 

Nachdem wir 2004 im Südwesten, 2008 im Nordosten und 2010 im Nordwesten mit einem Mietwagen unterwegs waren, ist es jetzt endlich Zeit für die Harley Tour. Unsere Freunde Petra und Manny sind auch mit dabei.

Am 04.12.2011 treffen wir uns auf einen Kaffee bei Petra und Manny und entscheiden uns, von Los Angeles aus zu starten. 

Es ist der 12.12.2011 und die Flüge sind über „Expedia“ gebucht. Wir werden von München mit Lufthansa nach London fliegen und von dort geht es weiter mit Air New Zealand nach Los Angeles.

Am 14.01.2012 haben wir die Harleys, zwei Heritage Softail Classic, einschließlich EVIP Versicherung sowie die erste und letzte Übernachtung im Hotel Hacienda mit Transfer zur Harley Vermietung über GS Sportreisen (USA on wheels) gebucht. Der Kontakt mit Herrn Walter war sehr nett und man fühlt sich gut informiert. Vorsichtshalber haben wir eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen. Die Reiserücktrittsversicherung und die Anzahlung für die Harley ist überwiesen. Nun überlegen wir, welche Route wir voraussichtlich fahren. Diese Planung wird uns noch länger beschäftigen. Was möchten wir unbedingt sehen???

Die ESTA Reisegenehmigung haben wir am 22.01.2012 beantragt und die Genehmigung erhalten.

Inzwischen ist es Mai und so langsam machen wir uns Gedanken, welche Route wir nun wirklich fahren wollen. Starten wir Richtung Las Vegas und machen von hier aus die bekannte Tour mit Zion / Bryce / Capitol Reef / Arches / Grand Canyon? Fahren wir auch Richtung Colorado? Oder starten wir Richtung San Diego, weiter bis El Paso und dann Richtung Grand Canyon? Es ist gar nicht so leicht, sich zu entscheiden. Ein Stück auf der traditionellen Route 66 muss auf jeden Fall sein. Inzwischen haben wir auch unsere Jethelme gekauft, wir haben uns für den „Scorpion Exo 100“ entschieden und haben es nicht bereut. Der Sissybar Rucksack, vom Typ "Küryakyn Ultra Tour Bag", den wir auch als Gepäckstück für den Flug nehmen werden, ist auch gekauft.

Juni 2012, die Restzahlung für die Harley ist überwiesen. Inzwischen schaut die Routenplanung folgendermaßen aus:
Erst Richtung San Diego, dann Richtung Yuma, Lake Havasu, Route 66, Grand Canyon, Page, Monument Valley, Capitol Reef, Zion, Las Veags. Alternativ dann noch Death Valley und auf dem Highway 1  zurück nach Los Angeles. Aber das kann sich alles noch einmal ändern, wenn ein „Zwilling“ (Sternzeichen) die Route plant.


  • Streckenverlauf und Übernachtungen:
Tag Meilen Strecke Übernachtung
Donnerstag, 02.08.2012 --- Flug von München über London nach Los Angeles Hotel Hacienda
Freitag, 03.08.2012 74 Übernahme der Harleys - durch Los Angeles - Long Beach - Newport Beach - San Clemente Sant Clementine Little Inn
Samstag, 04.08.2012 191 Oceanside - Pala - Borego Springs - Salton City - Indio - Palm Dessert  Motel 6
Sonntag, 05.08.2012 207 Blythe - Vidal Junction - Parker - Lake Havasu City Quality Inn
Montag, 06.08.2012 191 Kingman - Route 66 - Hackberry - Seligman - Williams American Best Vallue Inn
Dienstag, 07.08.2012 194 Grand Canyon South Rim - Dessert View - Cameron - Page Super 8 Motel
Mittwoch, 08.08.2012 139 Kanab - Zion National Park - Hurricane Travelodge
Donnerstag, 09.08.2012 315 Cedar City - Panaca - Ash Springs - Warm Springs - Tonopah Best Western
Freitag, 10.08.2012 131 Beneton - Lee Vining Murphy`s Motel
Samstag, 11.08.2012 106 Tioga Pass - Yosemite - Mariposa Mother Lode Lodge
Sonntag, 12.08.2012 173 Merced - Los Banos - Gilroy - Watsonville - Seaside - Monterey Monterey Bay Lodge
Montag, 13.08.2012 --- Ruhetag in Monterey Monterey Bay Lodge
Dienstag, 14.08.2012 94 Carmel - Big Sur - San Simeon Motel 6
Mittwoch, 15.08.2012 73 Pismo Beach - Santa Maria Motel 6
Donnerstag, 16.08.2012 74 Los Olivos - Santa Barbara - Carpentiera Motel 6
Freitag, 17.08.2012 100 Malibu - Santa Monica - Los Angeles Hollywood Hotel Hacienda
Samstag, 18.08.2012 --- Flug von Los Angelses über London nach München  


  • Kosten:

Die Flugpreise variieren je nach Fluggesellschaft und Reisezeit.

Der Preis für eine Harley mit EVIP Versicherung und Reiserücktrittsversicherung belief sich zu dieser Reisezeit
auf ca. 1700,00 €. 

Übernachtungen sind je nach Ausstattung und Ort zwischen 65$ und 150$ pro Zimmer für zwei Personen zu bekommen.

Geht man zu viert Essen, zahlt man je nach Geschmack und Anspruch zwischen 60$ und 130$. Gibt man sich mit Fastfood zufrieden, geht es auch noch wesentlich günstiger. Im Supermarkt bekommt man 24 kleine Flaschen Wasser für ca. 5$, ein 6 Pack Corona für ca. 7$.


  • Gepäck:

Wir haben uns für eine Minimalausrüstung entschieden, hatten alles dabei was wir brauchten und es war nichts Überflüssiges mit im Gepäck. Obwohl es zum Teil sehr, sehr heiß war, sind wir immer mit Helm gefahren. Fleece und Jacken haben wir nur selten gebraucht, aber gerade an der Pazifikküste kam beides zum Einsatz.

Pro Person zwei Jeans, eine knielange Hose, eine Badeshort bzw. kurze Hose, Badehose bzw. Bikini, 4 Paar Socken, 7 T-Shirts, Fleeceshirt, 7 x Unterwäsche, Badeschuhe, Motorradjacke, Helm, Nierengurt, Handschuhe, Halstuch, Mikrofaser Handtuch. Des weiteren Shampoo, Duschgel, Sonnenschutz (LF 50!!!), Aftersun, Fußcreme, Zahnpasta, Reisewaschmittel, Tempos, Rasierzeug, Nagelfeile, kl. Schere, Medikamente, Brille, Sonnenbrille, kleine Kühltasche, Gürteltaschen, Wäschesäcke, iPhone (sehr nützlich bei der Motelsuche und der Wettervorhersage), Kopfhörer, Kindle, Foto, Ladegeräte, Taschenmesser (mit Korkenzieher!!!), genaue Straßenkarten (z.B. USA WEST von MARCO POLO, ADAC Karten), Spanngurte (zum Befestigen des Sissybarrucksacks bzw. der Jacken).


  • Persönliches:
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Es war eine heiße, z.T. sehr anstrengende aber super tolle Tour,
die uns in Erinnerung bleiben wird. 

Das Hotel Hacienda kann man für eine solche Reise nur empfehlen. 

Der erste Tag begann mit einem kleinen Schock, da der Harley Vermietung nichts
von einer Reservierung bekannt war. Lobenswert war dann das Engagement
von „Peter“, der es schaffte, uns zwei Harleys innerhalb von 3 Stunden fahrbereit
zu machen und sein Mechaniker hat uns auch noch die notwendigen Gepäckträger
auf die Schnelle montiert. 

Der Highway 1 von Los Angeles Richtung San Diego vorbei am Long Beach und Newport ist nicht unbedingt unser Geschmack.

Die Temperaturen in der ersten Woche lagen zum Teil bei weit über 45 Grad.
(Tip: Immer genügend Wasser mit dabei haben!) Für die heiße Fahrt über Borego Springs nach Salton City bis Palm Desert musste man schon etwas hart im Nehmen sein, vor allem wenn einem mitten in der Wüste das Benzin aus der Tanköffnung entgegen spritzt. Aber: „Nur die Harten kommen in den Garten“.
Der Weg Richtung Lake Havasu brachte auch keine große Abkühlung. Ein Highlight war die Route 66 von Kingman über Hackberry nach Seligman.
Einen Stop in Hackberry sollte man unbedingt einplanen. Hier findet man einen Shop nicht nur mit Souvenirs sondern außergewöhnlichen Antiquitäten zur Route 66.
Ein einfaches Motel in Williams, genügend Bier und Wein vom Supermarkt, dann noch gegrillte Hähnchen vom Supermarkt und ein feucht-fröhlicher Abend kann beginnen. Am nächsten Tag der Grand Canyon!!! Es ist immer wieder beeindruckend, was die Natur uns zu bieten hat.
Und wieder eine heiße Fahrt mit Stop in der "Cameron Trading Post" nach Page. Sehenswert ist hier der Glen Canyon Dam.
Mit der Harley durch den Zion Nationalpark - so macht Motorradfahren Spaß! Unsere längste Etappe ging von Hurricane nach Tonopah - 315 Meilen - da spürt man schon worauf man sitzt!!! Bevor man auf den „Extraterrestrial Highway“ fährt, sollte man besser aufgetankt haben, denn die nächste Tankstelle kommt erst nach 150 Meilen! Einen Stop sollte man in Rachel im „
Little A'Le'Inn“, einlegen. Wer weiß, vielleicht sieht man UFO`s!!!
Nach mehr oder weniger vielen „Wüstenstrecken“ (kein Haus, kein Baum, kein Strauch über viele, viele Meilen) ist die Fahrt über den Tioga Pass in den Yosemite National Park etwas ganz anderes. Wälder, Seen, Bäche, Wasserfälle (leider im August wieder einmal ohne Wasser) einfach toll! Wir genießen es.
Aber dann die Fahrt nach Mariposa - es wird warm, heiß, heißer und noch heißer! Zum Glück ein Motel mit Pool und nach dem die Wäsche am Motorrad zum Trocknen aufgehängt ist (ein Corona und zwei Zigartetten, dann kann man alles wieder abnehmen!), kühlen wir uns in diesem ab und schon geht es wieder los! In der zweiten Woche geht die Fahrt weiter Richtung Pazifik und dann nach Süden am Highway 1. Jetzt sind am Abend das Fleece und zum Fahren die Jacke angesagt.
In Monterey legen wir einen Ruhetag ein. Das Motel liegt günstig und wir können zu Fuß an den Fisherman`s Wharf und am nächsten Tag in das Aquarium. Es gibt viel zu sehen, aber für amerikanische Verhältnisse ist es nicht wesentlich beeindruckend - der weiße
Hai war auch nicht zu sehen! Die weitere Fahrt über Carmel, Big Sur nach San Simeon gestaltet sich als sehr abwechslungsreich, mal fahren wir in der Sonne mal im Dunst des Pazifiks. In Pismo Beach legen wir einen Stop für einen Outlet Besuch ein. An einer Tankstelle bekommen wir von einem Mann den Tip, die 154er Richtung Santa Barbara zu fahren. Der Tip hat sich gelohnt und wir fahren über Los Olivos, einem netten Weinort über den Lake Cachuma nach Santa Barbara, um hier die Old Mission zu besichtigen. Der letzte Tag führt uns über Malibu und Santa Monica nach Hollywood. Die Strecke über den Sunset Boulevard zieht sich, es ist Verkehr ohne Ende und ziemlich nervig. Naja, wir wussten es ja!
Zurück über den Santa Monica Boulevard und auf dem „schnellsten“ Weg in`s Hotel. Die Rückgabe der Harleys klappt problemlos und im Hotel Hacienda erwartet uns die „Happy Hour“, die wir dann bis zum späten Abend ausdehnen.

Nach den Strapazen, den ein Langstreckenflug von der Westküste der USA nach München so mit sich bringt, sind wir
im Moment wieder zufrieden, Zuhause angekommen zu sein, um unsere nächste Reise zu planen.

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